Die Entstehung der Siedlung Bruchmühle

Am 28.Mai 1947 erhielten Siedlungswillige vom Amtsdirektor des Amtes Hasslinghausen einen Brief, in dem mitgeteilt wurde, dass sich Bewerber für Siedlungsland, in eine Liste aufnehmen lassen können. Weiterhin wurde mitgeteilt, dass sich ein Ausschuß mit den Siedlungsangelegenheiten befassen wird. Schon im Juni 1947 erhielten alle diejenigen, die sich in die Liste haben aufnehmen lassen. eine Einladung für eine Zusammenkunft am 24.06.47. Grund dieser Zusammenkunft war es, alle Fragen zu erörtern, die sich mit der Besiedelung ergeben können. Insbesondere wurde darüber gesprochen, in welcher Art und Weise die Siedlungswilligen Selbsthilfe zu leisten haben. Es wurden Baupläne vorgelegt: Es war vorgesehen die Häuser mit einem Halbkeller zu versehen. Für die Siedler war eine Wohnküche, Schlafraum, Kinderraum. Wirtschaftsraum und ein Stall geplant (ein Badezimmer war nicht erlaubt worden). Für einen Einlieger (der war Pflicht) war im Dachgeschoß ein Wohnraum u. Schlafraum vorgesehen. Der Siedler sollte im Dachgeschoss noch eine Kammer erhalten. Mit den Vorschlägen des Siedlungsausschusses waren mehrere Anwesende nicht einverstanden. Da sich der Ausschuß vorbehalten hatte, jeden Einzelnen auf seine Eignung als Siedler hin zu überprüfen, erhielten die weiterhin interessierten Personen am 30.07.47 einen Fragebogen mit der Auflage, diesen bis zum 15.08.47 ausgefüllt, beim Amtsdirektor in Hasslinghausen einzureichen. Sollte der Fragebogen nicht fristgerecht dort eingehen, wird der Antrag auf Siedlunzsland automatisch nichtig- und wird nicht mehr beachtet. Diejenigen die ihren Antrag pünktlich abgegeben hatten, warteten ungeduldig auf Post in Sachen Siedlungsaktion. Am 14.01.49 erhielten sie eine Einladung als Siedlergemeinschaft, die mittlerweile gegründet wurde. (Die Einladung war unterschrieben worden von Herrn Tschach und Herrn Fach, die dem Siedlerausschuß als Vertreter der Siedlergemeinschaft vorgeschlagen wurden). Die Versammlung fand am 17,01.49 in der Gaststätte Zweibäurner in Haßlinghausen statt. Es wurden viele Fragen erörtert. Insbesondere wurde mitgeteilt, dass mit der Durchführung des Siedlungsvorhabens, die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft für den Ennepe-Ruhr-Kreis GmbH vorgesehen sei. Die angehenden Sied ler trafen sich nochmals unter der Leitung des Siedlers Fach am 26.05.49 zu einem Meinungsaustausch. Für den 25.09.49 wurden die Siedleranwärter, für die erste Straße, von der Wohnungsbaugesellschaft, auf das dafür vorgesehene Grundstück, eingeladen.